Institut de Recherche Pluridisciplinaire en Arts, Lettres et Langues (Deutsch)

Präsentation des Instituts     

 
Das Institut IRPALL (multidisziplinäres Forschungsinstitut auf den Gebieten Kunst, Literatur und Sprachen) wurde im Jahre 1998 an der Universität Toulouse Jean Jaurès gegründet. Es versteht sich als ein Forschungsverbund von Wissenschaftlern und zugleich als Plattform für eine multidisziplinäre Ausbildung. Diese Gründung zeigt den gemeinsamen Willen von Forschern, die verschiedenen Forschungsgruppen auf den genannten Gebieten angehören, ihre bereits seit Jahren bestehenden Kooperationen und deren Synergieeffekten zu stärken und die Schnittmengen verschiedener Disziplinen zu betonen und zu aktivieren. Die Gründung dieser neuen Struktur wurde vom Conseil Scientifique und vom Vizepräsidenten der Universität angeregt und befördert. Alle „transversalen“ Bereiche auf den Gebieten der Künste, Literatur und Sprachen an der Universität sind in diesem Forschungsverbund präsent: visuelle Künste, Civilisation, Kulturstudien, Kulturgeschichte, Ideengeschichte, Linguistik, Literatur, Musik, Philosophie, Rhetorik, Poetik und Theater.
 
Seit seiner Gründung hat das Institut in den Jahren 2007, 2011 sowie 2016 verschiedene Erneuerungsphasen durchlaufen. Dabei sind Forschungsprogramme initiiert und begleitet worden, die der Programmatik seiner Gründung folgten, aber zugleich von den Impulsen und Ideen der jeweiligen Direktoren getragen wurden. Als Direktoren fungierten bislang Jean-Louis Breteau und Francois-Charles Gaudard. Gegenwärtig übt Michel Lehmann die Funktion des Direktors aus.

Das IRPALL ist eine Institution, deren Hauptfunktion die interdisziplinäre Forschung ist, zu der nicht nur Lehrende sondern auch Doktoranden eingeladen sind. In den letzten Jahren ist es gelungen, durch eine Stärkung der Forschung auf dem Gebiet der Kunst eine Brücke zwischen allen beteiligten Gebieten herzustellen.

Die Forschungsprogramme werden regelmäßig durch einen Institutsrat validiert. Ihre Gruppierung in verschiedene Forschungsachsen erlaubt es, eine epistemologische und methodologische Kohärenz sichtbar zu machen. Auf diese Art und Weise ist IRPALL ein Ort der gemeinsamen Reflexion über Methoden und Praxis multidisziplinärer Forschungen auf den Gebieten von Kunst, Literatur und Sprachen. Sichtbaren Ausdruck findet dies in einem eigens dafür eingerichteten Seminar.

Jährliche Aktivitäten des IRPALL sind Ateliers, Seminare, Studientage, Kolloquien und Vorträge sowie Publikationen und die Herstellung von Arbeitsmaterialien. Der Charakter eines Forschungsverbunds befördert interuniversitäre Kooperationen auf besonders innovativen Gebieten. International ist IRPALL mit Forschern aus Deutschland, Großbritannien, Kanada und Spanien vernetzt. Das IRPALL pflegt zugleich Partnerschaften mit kulturellen Institutionen wie z. B. mit dem Théâtre du Capitole in Toulouse. Daraus entstand eine einzigartige, bereits über 10 Jahre bestehende Kooperation auf dem Gebiet des lyrischen Theaters.

Die Erfahrungen und Ergebnisse des IRPALL lassen für die Jahre 2021-2025 innovative und attraktive Forschungsprojekte erwarten, die sich für neue institutionelle Kooperationen öffnen.